Dienstag, 3. März 2026

Rettungsschirm für 3.300 BASF-Wohnungen: Andreas Klamm schlägt Gründung der gemeinnützigen „MRN SoWoBa gGmbH“ vor

 

Rettungsschirm für 3.300 BASF-Wohnungen: Andreas Klamm schlägt Gründung der gemeinnützigen „MRN SoWoBa gGmbH“ vor

Interkommunale Allianz gegen Spekulation – Forderung nach Beteiligung von Bund und Ländern bei geschätztem Investitionsvolumen von bis zu 500 Millionen Euro

Ludwigshafen / Mannheim / Rhein-Pfalz-Kreis – Der angekündigte Verkauf von rund 3.300 Werkswohnungen der BASF-Tochter „Wohnen + Bauen“ sorgt für massive Verunsicherung in der Metropolregion Rhein-Neckar und im Rhein-Pfalz-Kreis. Andreas Klamm, Mitglied des Kreistags im Rhein-Pfalz-Kreis und Mitglied in Die Linke, warnt vor den Folgen für den regionalen Wohnungsmarkt und schlägt eine mutige, groß angelegte Lösung vor: Die Gründung einer interkommunalen, gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft unter dem Namen MRN SoWoBa gGmbH (Soziale Wohnungsbaugemeinschaft). Dazu hat das Mitglied des Kreistags im Rhein-Pfalz-Kreis für die kommende Kreistags-Sitzung am 23. März 2026 zwei Anträge mit Beschlussvorlagen in den Kreistag des Rhein-Pfalz-Kreis eingebracht.

 


„Die Situation auf dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt mit explodierenden Preisen für kaum noch bezahlbare Mieten erfüllt mich mit größter Sorge“, erklärt Andreas Klamm. „Wir müssen verhindern, dass dieser wertvolle Bestand zum Spekulationsobjekt internationaler Finanzinvestoren wird. Mein Ziel ist es, diese Wohnungen auf Dauer dem spekulativen Markt zu entziehen.“ In den zwei Anträgen werden zwei Varianten vorgestellt, eine zielorientierte Lösung mit Gründung einer interkommunalen MRN SoWoBAa gGmbH als soziale Wohnungsbaugemeinschaft und eine Ergebnis-offene Lösung im zweiten Antrag.

Ein Kraftakt, den keine Kommune alleine stemmen kann

Erste Schätzungen beziffern das notwendige Kapital für den Erwerb der Immobilien auf 300 bis 500 Millionen Euro. Angesichts der äußerst angespannten Haushaltslagen in Ludwigshafen, Mannheim, Frankenthal, Neustadt und im Rhein-Pfalz-Kreis ist eine Übernahme durch einzelne städtische Gesellschaften wie die GAG vermutlich kaum oder nur sehr schwer realisierbar.

„Ein solches Volumen kann eine Kommune alleine nach meiner Einschätzung kaum stemmen“, betont Klamm. Daher fordert er eine neue soziale Allianz:

  • Interkommunaler Zusammenschluss: Mindestens fünf betroffene Kommunen und deren Wohnungsbaugesellschaften bündeln ihre Kräfte.
  • Beteiligung von Bund und Ländern: Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz (Mainz) und Baden-Württemberg (Stuttgart) sowie die Bundesregierung müssen als Gesellschafter oder finanzielle Unterstützer in die Pflicht genommen werden.
  • Solide Finanzierung: Durch die Beteiligung von Land und Bund wäre eine solide Grundausstattung sowie der Zugang zu zinsgünstigen Krediten denkbar.

Gemeinnützigkeit als Schutzschild

Das Modell der gGmbH (gemeinnützige GmbH) stellt sicher, dass künftige Erträge nicht als Rendite abfließen, sondern unmittelbar in den Erhalt der Gebäude und die Sicherung sozialverträglicher Mieten fließen.

Andreas Klamm hat daher am 25. Februar 2026 und 26. Februar 2026 zwei Anträge für einen Rettungsschirm der BASF Wohnungen und für die Sicherung sozialverträglicher Mieten mit Beschlussvorlagen und detaillierten Kostenplänen und Kalkulationen mit bis zu 400 Millionen Euro für die kommende Sitzung des Kreistags am 23. März 2026 eingebracht. „Ich bin voller Hoffnung, dass dieser Weg einer neuen sozialen Allianz gangbar ist. Wir brauchen eine Lösung, die den Menschen in Limburgerhof, Maxdorf, Ludwigshafen, Rhein-Pfalz-Kreis, Frankenthal, Neustadt, Mannheim und der gesamten Region Sicherheit gibt. Wohnen ist ein Grundrecht und darf nicht der reinen Gewinnmaximierung geopfert werden“, so Klamm abschließend.

 

Über Andreas Klamm:

Andreas Klamm ist Mitglied des Kreistags im Rhein-Pfalz-Kreis und setzt sich seit Jahren für bezahlbare Mieten, gute Pflege, Frieden, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Kommunalpolitik in der Metropolregion Rhein-Neckar ein. Bereits als Kandidat im Landtagswahlkampf 2021 betonte der Kommunalpolitiker: „Wohnen ist ein Menschenrecht“. Für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026 wurde Andreas Klamm als Ersatzkandidat für die Wahlkreiskandidatin Judith Huber (beide Die Linke) für den Wahlkreis 38 Mutterstadt aufgestellt.

 

Kontakt für Rückfragen:

Andreas Klamm

Mitglied des Kreistags im Rhein-Pfalz-Kreis

Schillerstr. 31

67141 Neuhofen, Verbandsgemeinde Rheinauen

Tel. 0621 58678054

E-Mail: andreasklamm@hotmail.com

www.andreasklamm.de

www.friedensmenschsozial.de